WLAN-Sicherheit

Evil Twin WLAN-Angriff

Hacker richten gefälschte Hotspots mit Namen auf, die fast identisch mit echten sind. Ihr Gerät verbindet sich — und jedes unverschlüsselte Byte fließt direkt durch ihren Laptop, bevor es das Internet erreicht. Können Sie den Fake erkennen?

🔒 🔒 Vollständig lokale Simulation — es werden keine echten Netzwerkverbindungen hergestellt.

Live Simulation

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Can you spot the fake network? Tap one to connect.

9:41

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Was ist ein Evil Twin?

Man-in-the-Middle über gefälschten AP

Ein Angreifer erstellt einen WLAN-Zugangspunkt mit dem gleichen (oder fast identischen) Namen wie ein legitimes Netzwerk. Ihr Gerät sieht ein stärkeres Signal und verbindet sich automatisch — und leitet den gesamten Traffic durch die Maschine des Angreifers.

💡 Der Angriff erfordert nicht mehr als einen Laptop, einen 10€ USB-WLAN-Adapter und frei verfügbare Software.

Was der Angreifer sieht

Gesamter unverschlüsselter Traffic

HTTP-Anfragen, DNS-Abfragen, Anmeldedaten auf Websites ohne HTTPS und Session-Cookies. Selbst bei HTTPS-Websites kann ein Hacker SSL-Stripping verwenden, um Ihre Verbindung still auf HTTP herabzustufen.

💡 Session-Cookies ermöglichen es Angreifern, sich ohne Ihr Passwort als Sie auszugeben — das Einloggen ist optional.

So schützen Sie sich

VPN oder Mobilfunkdaten

Ein VPN verschlüsselt Ihren gesamten Traffic, bevor er Ihr Gerät verlässt — selbst wenn Sie mit einem Evil Twin verbunden sind, sieht der Angreifer nur unlesbaren Geheimtext. Mobilfunkdaten umgehen WLAN vollständig.

💡 Prüfen Sie auch: Steht in der URL https://? Wenn kein Schloss zu sehen ist, gehen Sie davon aus, dass es für alle im Netzwerk sichtbar ist.

⚠️ Warum dieser Angriff so effektiv ist

  1. WLAN-Namen (SSIDs) sind nur Textzeichenfolgen — jedes Gerät kann jeden Namen senden.
  2. Ihr Telefon verbindet sich automatisch mit bekannten SSIDs, auch wenn sich die Signalquelle geändert hat.
  3. Flughäfen und Cafés haben Dutzende ähnlich aussehender Netzwerke — niemand überprüft sie manuell.
  4. Der Hacker leitet Ihren Traffic durch das echte Internet weiter, sodass Sie nichts Falsches bemerken.
  5. Der meiste öffentliche WLAN-Traffic ist gemischt HTTP/HTTPS — Anmeldedaten auf älteren oder falsch konfigurierten Websites lecken sofort.

Fazit

Sie können ein echtes Netzwerk nicht von einem Evil Twin unterscheiden, indem Sie nur auf seinen Namen oder seine Signalstärke schauen. Behandeln Sie jede öffentliche WLAN-Verbindung als potenziell feindlich. Nutzen Sie ein seriöses VPN, halten Sie sich an HTTPS-Websites und bevorzugen Sie Mobilfunkdaten für Banking, E-Mail und alles Sensible.

Häufige Fragen

Schützt mich HTTPS bei einem Evil Twin?

Größtenteils ja — wenn Sie das Schloss sehen und die URL korrekt ist. Ein entschlossener Angreifer kann SSL-Stripping verwenden (HTTPS still auf HTTP herabstufen), aber moderne Browser warnen davor. Ihr größtes Risiko sind Websites, die nicht vollständig auf HTTPS sind, oder Apps, die Zertifikate nicht ordnungsgemäß validieren.

Wird mein Telefon automatisch wieder verbinden?

Ja. Wenn Sie sich jemals mit „Airport_Free_WiFi“ verbunden haben, wird Ihr Telefon automatisch jedem Netzwerk beitreten, das genau diesen Namen sendet — auch einem Evil Twin. Deaktivieren Sie „Automatisch verbinden“ für öffentliche Netzwerke oder schalten Sie WLAN an sensiblen Orten vollständig aus.

Ist dieser Angriff illegal?

Ja — das Einrichten eines Evil-Twin-Zugangspunkts ist in den meisten Jurisdiktionen unter Computerbetrugs- und Abhörgesetzen illegal. Es passiert trotzdem, weil es trivial einfach, anonym und schwer zu erkennen ist.

Welches VPN sollte ich nutzen?

Vermeiden Sie kostenlose VPNs — viele protokollieren und verkaufen Ihren Traffic, was genau das ist, was Sie vermeiden möchten. Suchen Sie nach einem No-Log-VPN mit unabhängigen Audits (Mullvad, ProtonVPN und IVPN sind empfehlenswert).